"Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden,
man muss sie auch gehen lassen."Jean Paul, (1763 - 1825)
Was Kinder brauchen
Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene leiden heute unter Konzentrationsmangel, Nervosität, Hyperaktivität. Sie sind gehandicapt in ihrer Schaffensfreude und in der Fähigkeit, sich mit bestimmten Aufgaben für eine Zeit lang zu verbinden. In Wissenschaft und Pädagogik werden seit langem hierfür die ursächlichen Faktoren untersucht (Pathogenese). Gleichzeitig gilt es, die gesundenden und stabilisierenden Faktoren zu kennen und zu stärken (Salutogenese).
Die Waldorfpädagogik sieht ihre Aufgabe darin, beide Konzepte miteinander zu verbinden: Eindrücke, die sich als schädlich für die Entwicklung des kleinen Kindes herausgestellt haben, versucht sie von ihm fernzuhalten (z.B. Fernsehen im frühen Alter), demgegenüber richtet sie den Schwerpunkt auf die gesundenden Faktoren. Beispielsweise schaut sie bereits im frühen Kindesalter auf das Lern- und Betätigungsbedürfnis der Kinder und versucht es konsequent anzuregen. Regelmäßige Wiederholungen und rhythmisierende Gestaltungselemente vom Tagesablauf bis hin zum Jahresablauf im Kindergarten mit seinen vielen Höhepunkten und den Jahresfesten helfen, die Konzentrationsfähigkeit der Kinder zu entwickeln, interessante und anregende Betätigungsmöglichkeiten wirken auf die Kinder motivierend.
(Text von Peter Lang)
c/o Waldorfkindergartenseminar Stuttgart
In unserem Waldorfkindergarten fördern wir die Motivations- und Konzentrationskompetenz durch die Anregung der inneren Eigenaktivität des Kindes mittels selbstgestalteter Spielsachen und dadurch, dass Kinder Arbeitsprozesse ganzheitlich erleben und mitgestalten dürfen. Das engagierte vorbildliche Arbeiten der Pädagogen schafft dabei die Voraussetzungen das Kind ganzheitlich in den Prozess eintauchen zu lassen.